7. Runde Bezirksoberliga SWO II 2017/18

Schwarz-Weiß II bleibt Kellerkind

Keinen Boden gut machen konnte die zweite Mannschaft Schwarz Weiß Oberhausens im Nachholspiel gegen SF Gelsenkirchen 2002 I und verlor am Ende unglücklich nach 5½ Stunden mit 3½:4½.

Dabei startete das Team recht verheißungsvoll. Robin Nierhaus ergriff an Brett 7 schon früh die Initiative und schloss bereits nach 80 Minuten einen Königsangriff erfolgreich zum 1:0 Führungstreffer ab. Nur 1 Stunde später das 2:0. Mannschaftsführer Michael Holl (5) bediente sich mehrfach, einseitig am Figurenmaterial des Gegners und wickelte in ein leicht gewonnenes Endspiel mit einem Mehrturm ab. Aber der Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Walter Klamet (6) kam zwar mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung, verlor aber den Faden und wurde immer weiter zurückgedrängt. Der taktische Knockout folgte nach 2½ Stunden zwangsläufig und verwehrten dem erfahrensten Oberhausener auch dieses Mal den ersten vollen Punkt der Saison. Spitzenbrett und amtierender Jugendstadtmeister Jens-Stefan Kyas bewies einmal mehr, wie nah Licht und Schatten in einer Saison doch beieinander liegen. Erzielte er bei seinen beiden Ersatzkämpfen in der ersten Mannschaft die maximale Ausbeute von 2 Punkten in 2 Partien, und trug so entscheidend dazu bei, dass Schwarz-Weiß Oberhausen I einen Spieltag vor Saisonende auf einem Aufstiegsplatz zur Verbandsliga steht, weht Kyas an Brett 1 in der Bezirksoberliga ein eisigerer Wind entgegen. Eine positionelle Nachlässigkeit in der Eröffnung ließ sich der Gelsenkirchener Gästespieler nicht entgehen und opferte einen Bauern für Initiative und Königsangriff. Der Ausgleich zum 2:2 Zwischenstand gestaltete das Match wieder offen.

Abermals ging der Gastgeber in Führung, als Thomas Plückelmann (8) nach 3½ Stunden zu seinem Mehrbauern noch eine Qualität einstrich und so für seinen Gegner das Weiterspielen aussichtslos werden ließ. Mit der Punkteteilung von Marcus Schulz (4/Foto) in einem ausgeglichenen Turmendspiel nach 4½ Stunden wähnten sich die Oberhausener schon fast am Ziel den ersten Punkt der Saison in der Tasche zu haben. Aber auch dieses Mal war die Schachgöttin Caisssa den Oberhausenern nicht gewogen. Reinhard Gebauer (2) verlor im Mittelspiel einen Bauern und wickelte schließlich in ein Turmendspiel mit 3 gegen 4 Bauern ab. Im weiteren Verlauf konnte Gebauer zwar das materielle Gleichgewicht wiederherstellen, musste aber zwei weit vorgerückte und voneinander entfernte Freibauern des Gegners zulassen, die durch den Turm nicht mehr zu stoppen waren.

Beim Stande von 3½:3½ kämpfte nur noch Thomas Hellmann um den ersten Punkt der Saison. In einem schwerblütigen Leichtfigurenendspiel spielte er zwar mit einem Bauern weniger, befand sich aber durch präzises Spiel und geschickter Verteidigung immer in der Remisbreite. Nachvollziehbar setzt allerdings auch bei Schachspielern irgendwann die Müdigkeit ein und schon ein kleiner Fehlgriff zerstört die Arbeit von Stunden. Nach 5½ Stunden hatte der Gegner Hellmann so lange "geknetet" bis dieser einen Fehler machte und weiteres Material verloren hätte. Mit dem Endstand von 3½:4½ blieben trotz guter Ansätze wieder einmal beide Punkte beim Gegner und Captain Michael Holl durfte sich lediglich freuen, dass man in der Tabelle nicht weiter abrutschen konnte.

Bereits am 08.04. ist man in der Vorschlussrunde beim Verbandsklasse-Absteiger Schwarze Dame Osterfeld I zu Gast. SWOB III konnte in der 5. Runde sensationell gegen dieses Team mit 4½:3½ gewinnen. Michael Holl wäre schon froh, wenn sein Team einen Punkt aus Osterfeld entführen könnte.

 

Br.Rangnr.SWOB II-Rangnr.SF GE 2002 I3½:4½
1 10 Kyas, Jens-Stefan - 1 Hammerich, Simon 0:1
2 11 Gebauer, Reinhard - 2 Czilwik, Frank 0:1
3 12 Hellmann, Thomas - 3 Gritzan, Ulrich 0:1
4 13 Schulz, Marcus - 4 Kleinert, Andreas ½:½
5 14 Holl, Michael - 6 Schart, Franz-Friedrich 1:0
6 15 Klamet, Walter - 7 Klein, Andreas 0:1
7 16 Nierhaus, Robin - 8 Kolbe, Markus 1:0
8 2001 Plückelmann, Thomas - 10 Piotrowski, Ulrich 1:0
8. Runde Bezirksklasse 2017/18

Schwarz-Weiß IV verliert Rückspiel

Das Fehlen von 4 Stammspielern konnte Schwarz-Weiß Oberhausen IV beim Rückspiel gegen die zweite Mannschaft des SC Gelsenkirchen Hassel nicht kompensieren und verlor knapp mit 3½:4½.

Nach dem 5:3 Hinspiel-Erfolg wollte Mannschaftsführer Jürgen Schmidt trotz großer Aufstellungssorgen wenigstens einen Punkt gegen den Tabellenletzten aus Gelsenkirchen mitnehmen. Und so fing der Kampf auch gut an. Nach einer Wartezeit von 30 Minuten war der Gegner von Spitzenbrett Jürgen Schmidt noch immer nicht erschienen, und der Führungstreffer ging somit kampflos an die Oberhausener. Dafür sah es bei Anastasios Killus (2) am Nachbarbrett sehr düster aus. Der Gegner setzte ihn von Anfang an unter Druck, und nach knapp 90 Minuten blieb Killus nur noch die Aufgabe zum 1:1 Ausgleich. Fast zeitgleich rauchte Josef Wilms (6) mit seinem jugendlichen Gegner die erste Friedenspfeife des Tages. Die erste Führung der Gastgeber musste Armin Mühlberger (4) zulassen. Gegen einen um 400 Wertungspunkte stärkeren Gegner ging er, trotz hartnäckiger Verteidigung, im Angriffswirbel zum 1½:2½ Zwischenstand unter.

Altmeister Hans Schneider spielte mit seinen 86 Lenzen seine ganze Erfahrung aus und steuerte nach knapp 2 Stunden ein nie gefährdetes Remis bei. Rudi Maifeld (3) hatte gegen seinen immerhin 200 Wertungspunkte "schwereren" Gegner eine schöne Angriffspartie auf dem Brett und eroberte sogar Material. Am Ende schaffte er es aber nicht, ihn in die Knie zu zwingen und vereinbarte die Punkteteilung.

Dann der erlösende Ausgleich zum 3½:3½ durch Ersatzspieler Sebastian Bauer (7/Foto) durch einen sehr schön herausgespielten Sieg. Leider fehlte dem erst 11-jährigen Ersatzspieler und Topscorer der Kreisliga, Sirac Aslan (8), die nötige Erfahrung und Ruhe die man benötigt, um auch eine Klasse höher bestehen zu können, und er musste den Punkt zum 3½:4½ Verlust nach gut 2 Stunden beim Gegner abliefern.

In den verbleibenden 2 Runden will das oft ersatzgeschwächte Team versuchen, sich schon für die kommende Saison zu empfehlen und gegen das Spitzenduo von Kirchhellen III und GE Horst V vielleicht sogar 1 - 2 Pünktchen zu erspielen.  

 

Br.Rangnr.GE Kö.Spr. II-Rangnr.SWOB IV4½:3½
1 9 Acar, Esat - 27 Schmidt, Jürgen -:+
2 10 Jolitz, Andreas - 29 Killus, Anastasios 1:0
3 11 Sommerfeldt, Jürgen - 30 Maifeld, Rudolf ½:½
4 12 Demond, Ricardo - 32 Mühlberger, Armin 1:0
5 14 Goroncy, Franz-Josef - 4001 Schneider, Hans ½:½
6 15 Wingerning, Fynn - 4002 Wilms, Josef ½:½
7 17 Wolff, Manuela - 37 Bauer, Sebastian 0:1
8 29 Eibl, Rüdiger - 41 Aslan, Sirac 1:0
7. Runde Bezirksoberliga SWO III 2017/18

SWO III verpasst Punktgewinn

SWO III hatte am 7.Spieltag der Bezirksoberliga den Tabellendritten SG Gladbeck II zu Gast und verlor in einem spannenden Kampf etwas unglücklich mit 3:5.

Das erste Remis steuerte Javier Miguel Zimmer an Brett 3 bereits nach 20 Minuten bei. Der gegenseitige Respekt trug dazu bei, dass man kurz nach der Eröffnung, in der beide Seiten keinen Vorteil erzielen konnten, die Friedenspfeife rauchte. Auch die 2.Partie des Tages endete Remis, wenn auch zwei Stunden später. An Brett 4 hatte Holger Dunio zwischenzeitlich einen Mehrbauern erkämpfen können, musste diesen jedoch nach einer kleinen Ungenauigkeit wieder abgeben, und nahm daher das darauffolgende Remisangebot seines Gegners an.

Zehn Minuten später begann dann der Siegeszug der Gladbecker. An Brett 2 hatte sich Markus Hufnagel eine von den Kiebitzen als besser erachtete Stellung erarbeitet, doch in der Folge fand er nicht immer die richtigen Züge und musste nach 2½ Stunden Spielzeit den Punkt beim Gegner abliefern.

Etwas unglücklich verlief die Partie an Brett 8 für die Oberhausener. Der Senior des Vereins Hans Schneider (Foto) hatte objektiv betrachtet eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett und bot seinem Gegenüber Remis an. Der wollte dies mannschaftsdienlich zunächst durch seinen Spielführer absichern, doch als er ans Brett zurückkam bemerkte er, dass Schneider seinen Zug noch nicht komplett ausgeführt hatte. Er hatte schlicht vergessen die Uhr seines Gegners wieder in Gang zu setzen, überschritt dadurch seine Bedenkzeit und verlor die Partie zum 1:3 Rückstand.

Als sowohl Arno Szabelski (7) als auch Peter Holdsch (5) ihre jeweiligen Partien mit leichten Bedauern remis geben mussten, war der Kampf für die Gladbecker unverlierbar geworden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Sven Heintze am Spitzenbrett zwar eine gewonnene Partie auf dem Brett, doch beim Mannschaftsführer Robert Klein sah es eher nach Remis aus. Damit wäre der Kampf für die Oberhausener verloren gewesen, und so probierte Klein etwas aus. Leider überzog er dabei die Stellung, büßte eine Qualität ein und verlor wenig später zum 2:5 Zwischenstand.

Das Heintze im Nachgang seine Partie tatsächlich durch mehrere taktische Schläge für sich entscheiden konnte, trug daher leider beim Endstand von 3:5 nur noch zur Ergebniskosmetik bei.

In der Vorschlussrunde geht es nun gegen den Tabellenzweiten Gelsenkirchen Horst-Emscher III. Vielleicht ist Caissa diesmal etwas gnädiger mit den Schwarz-Weißen, so dass am Ende die Oberhausener wieder einmal jubeln dürfen.

 

Br.Rangnr.SWOB III-Rangnr.SG Gladbeck II3:5
1 17 Heintze, Sven - 9 Huttny, Georg 1:0
2 18 Hufnagel, Markus - 10 Kruse, Peter 0:1
3 19 Zimmer, Javier Miguel - 11 Rickert, Dirk ½:½
4 20 Dunio, Holger - 12 Wendt, Peter ½:½
5 21 Holdsch, Peter-Michael - 14 Häselhoff, Christian ½:½
6 22 Klein, Robert - 15 Plenker, Sandro 0:1
7 23 Szabelski, Arno - 16 Kasten, Jorst ½:½
8 4001 Schneider, Hans - 2001 Przygodda, Oskar 0:1
8. Runde Verbandsklasse Grp.1 2017/18

SWOB siegt im Spitzenspiel
 
In der vorgezogenen Vorschlussrunde der Verbandsklasse empfing die erste Vertretung von Schwarz-Weiß Oberhausen die zweite Mannschaft des SV Welper. In der Begegnung Tabellenzweiter gegen den Dritten ging es im absoluten Spitzenspiel um den Platz an der Sonne zum Aufstieg in die Verbandsliga.
 
Dabei begann alles recht verhalten, beide Seiten wollten zu Beginn keine großen Risiken eingehen. Und so kam es, dass sowohl Jürgen Böcker (6) als auch Pascal Pütter (1) ihre Partien relativ unausgekämpft und ereignislos remisierten.
 
Ebenfalls in den Remishafen steuerte dann auch Jochen Matthies seine Partie - im späten Mittelspiel sahen beide Spieler ihre Ressourcen so weit ausgeschöpft, dass ein Fortführen der Partie mit zu großen Risiken verbunden wäre.
 
Den Remis-Hattrick durchbrach dann die Partie am vierten Brett. Severin Matthes spielte gewohnt scharf auf. Lange sah es danach aus, dass der Oberhausener dabei alle Trümpfe selbst in der Hand hielt - doch in zweischneidigen Stellungen wie dieser reicht eine kleine Ungenauigkeit aus, um die Partie zu kippen. Statt mit Mehrbauer verblieb Matthes mit einer Qualität weniger und konnte im Endspiel nicht mehr genug Gegenspiel generieren, sodass sich der Hattinger Turm zur Gästeführung durchsetzte.
 
Doch die Oberhausener kämpften sich zurück. Christian Hibbeln am achten Brett, in dieser Saison bisher leider oft ohne das Glück des Tüchtigen, überspielte seinen Gegner in einer sehr glatten Partie nach Strich und Faden. Auch wenn die Partie sich dennoch spannend gestaltete, so war Hibbeln die gesamte Partie über in Vorteil, den er sauber in einem Qualitätsopfer mit Mattangriff kulminierte. Der Kraft des Oberhausener Springer-Dame-Tandems konnte sich sein Gegenüber dann nur noch mit einem Selbstmatt oder einem Damenverlust entgegensetzen, weshalb er die Partie zum Ausgleich aufgab.
 
In einer kämpferischen Partie, in der er optisch lange zurückgedrängt stand, remisierte Joachim Schwerdtfeger (3) dann zum 3-3 Zwischenstand. Nachdem sein Gegner ihn etwas aus der Schlinge ließ verpasste Schwerdtfeger, seine leichte Initiative in etwas Zählbares umzumünzen - doch im entstehenden Turmendspiel hätte vermutlich selbst ein Mehrbauer ohnehin nicht zum Sieg gereicht.
 
Den Kampf unverlierbar machte dann Holger Hortolani am zweiten Brett. Die gesamte Partie über hatte er seinen Gegner fest im Griff und schlug bereits früh eine vorgeschlagene Punkteteilung aus. Im richtigen Moment erkannte Hortolani dann die Chance auf ein Figurenopfer, dass sich bei genauerem Betrachten jedoch kaum als solches bezeichnen ließ. Dem Gegner blieb nichts anderes übrig, als die Figur postwendend mit Zinsen zurückzugeben. Gegen die anschließende Figurenaktivität des Oberhausener Spitzenspielers war danach kein Kraut mehr gewachsen. Wie entfesselt fielen die Figuren reihenweise über den König des Welperaners her, dem letztendlich nur noch die Aufgabe blieb.
 
An Jörg Kuckelkorn (5/Foto) hing dann das Schicksal des Kampfes. Früh in der Eröffnung konnte er sich eine überwältigende Stellung herausspielen, berechnete jedoch die Konsequenzen einer Variante falsch und musste eine Qualität geben. Doch trotzdem blieb seine Stellung stets gut und vor allem in beidseitiger Zeitnot einfacher spielbar. Mit konsequentem Königsangriff gelang es ihm dann sogar, nicht nur die verlorene Qualität zurückzugewinnen, sondern seinerseits mit einer Mehrqualität zu verbleiben. Unter normalen Umständen wäre diese Partie dann mit einem Dauerschach durch die Dame der Gäste aus Hattingen geendet. Da dies jedoch gleichbedeutend mit einer Mannschaftsniederlage wäre, versuchte der Gast alles - doch am Ende fehlte ein Zug, und es war die Oberhausener Pfeffermühle, die zuerst mahlte. Konsequent setzten die Kuckelkornschen Schwerfiguren seinen Gegner am Königsflügel zum 5-3 Endstand matt.
 
Damit befindet sich die Spitzenvertretung eine Runde vor Schluss auf einem Aufstiegsplatz. Doch trotz dem Vorsprung von einem Mannschaftspunkt ist ob der engen Tabellensituation realistisch gesehen nur mit einem Sieg in der letzten Runde der Aufstieg in die Verbandsliga zu erreichen. Dort geht es Ende April gegen die stark abstiegsbedrohten Marler der SG Drewer, die ihre letzte Chance zum Klassenerhalt definitiv nutzen wollen. Ein spannendes Finale ist also bereits vorprogrammiert.

 

Br.Rangnr.SWOB I-Rangnr.SV Welper II5:3
1 1 Pütter, Pascal - 9 Marx, Patrick ½:½
2 3 Hortolani, Sven-Holger - 10 Teich, Udo 1:0
3 4 Schwerdtfeger, Joachim - 11 Sharma, Danesh ½:½
4 5 Matthes, Severin Johannes - 12 Leimkühler, Dirk 0:1
5 6 Kuckelkorn, Jörg - 13 Wallhof, Dieter 1:0
6 7 Böcker, Jürgen - 14 Sharma, Rakesh ½:½
7 8 Matthies, Jochen - 15 Kleff, Tim ½:½
8 1001 Hibbeln, Christian - 2001 Berke, Martin 1:0
7. Runde Verbandsklasse Grp.1 2017/18

Spitzenvertretung überzeugt

Trotz zweier Ersatzstellungen nominell leicht gestärkt fuhren die Oberhausener von Schwarz-Weiß in der siebten Runde der Verbandsklasse nach Dortmund, um die letzten Punkte für das Saisonziel Klassenerhalt zu sammeln. Gegen die in Bestbesetzung antretenden Dortmunder, die bis dahin den dritten Tabellenplatz vor Schwarz-Weiß bekleideten, musste mindestens ein 4-4 her, um schon jetzt mit dem Nichtabstieg zu planen.

Und die Oberhausener legten los wie die Feuerwehr. In seinem zweiten Saisoneinsatz führte Jungtalent Jens Kyas (8/Foto) seinen Gegner in der holländischen Verteidigung regelrecht vor, sodass dieser bereits nach einer Stunde mit einer Figur weniger auf dem Brett die Waffen streckte.

Darauf legte sich die Spannung etwas, doch ab der dritten Spielstunde folgten dann die Ergebnisse Schlag auf Schlag.

Zuerst musste Holger Hortolani (2) seinen König zum Ausgleich umlegen. In einer seltenen Nebenvariante fand er sich nie wirklich zurecht. Zwar war seine Stellung lange gut bis haltbar, doch der psychologische Faktor und die ungewohnte Struktur taten ihr übriges, so dass Hortolani letztlich in einem verlorenen Endspiel landete.

Das bessere Ende in einer komplizierten Variante hatte Jörg Kuckelkorn (4) für sich. In einer scharfen Eröffnung mit heterogenen Rochaden jagten sich beide Seiten Figuren und Bauern auf den Hals - der Dortmunder vergaß dabei jedoch schlicht das zählen und verlor eine ganze Figur ohne Gegenwert. Da zeitgleich noch die Damen und mit ihnen jegliche Mattgefahr vom Brett verschwand, konnte Kuckelkorn seine Mehrfigur im Endspiel sicher zur erneuten Führung verwerten.

Kurz darauf streute Jürgen Böcker (6) eine Punkteteilung bei. Sehr gut beherrschte er seinen Gegner im frühen Partiestadium, wählte dann aber die falsche Zugreihenfolge. Statt einer vermutlich gewonnenen blieb dann nur noch eine bessere Stellung übrig, in der sich sein Gegner umsichtig verteidigte und sicher den Remishafen ansteuerte.

Ebenfalls voll punktete das erste Brett der zweiten Mannschaft der Schwarz-Weißen, Neuzugang Jörg Abramowski (7). Solide lavierte er seinen Gegner mehr und mehr in Bedrängnis, gewann erst einen Bauern, dann eine Figur und letztlich auch die Partie zum 3.5 - 1.5 Zwischenstand.

Und dabei sollte es nicht lang bleiben, denn Joachim Schwerdtfeger (3) konnte, nachdem er durch ein gegnerisches Übersehen bereits früh eine Figur gewann, alle Mattversuche abwenden und seinerseits den tödlichen Schlag anbringen.

Mit dem bereits gewonnenen Kampf im Rücken konnten die letzten beiden verbliebenen Bretter frei aufspielen. Christian Hibbeln (6) gewann früh eine Qualität durch eine Springergabel, doch stets hatte sein Gegner einiges an Kompensation um Hibbelns schwachen König. Nach einem Rückopfer der Mehrqualität sah alles danach aus, dass der Oberhausener mit einem Mehrbauern auf der Siegesstraße war, doch sein Gegenüber zeigte sich findig und fand mit einem Turmopfer eine letzte Dauerschachrettung zum Friedensschluss.

Zu Guter Letzt musste Pascal Pütter am Spitzenbrett seine Partie aufgeben. Kreativ opferte er einen Bauern für Druckspiel auf den schwarzen Damenflügel, doch es fehlte fast die gesamte Partie über stets ein einziges Tempo, um ausreichend gut zu stehen. Je länger die Partie lief, desto mehr wirkte der Dortmunder Mehrbauer, bis sich Pütter genötigt sah, eine ganze Figur ins Geschäft zu stecken. Doch alle Drohungen wehrte der Gegner umsichtig ab und konnte noch für Ergebniskosmetik zum 5-3 Endstand aus Oberhausener Sicht sorgen.

Damit ist den Schwarz-Weißen der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Durch den Patzer der Konkurrenten des SV Welper haben die Oberhausener nun sogar alles in der eigenen Hand, um möglicherweise noch den Aufstieg in die Verbandsliga anzupeilen. Schon am 11.3. empfängt man die Gäste aus Hattingen im Café Lunchström. Zuschauer aller Art sind herzlich willkommen!

 

Br.Rangnr.FS Dortmund I-Rangnr.SWOB I3:5
1 1 Reichmann, Oleg - 1 Pütter, Pascal 1:0
2 3 Khess, Igor - 3 Hortolani, Sven-Holger 1:0
3 4 Brendemühl, Bernd - 4 Schwerdtfeger, Joachim 0:1
4 5 Grube, Jörg - 6 Kuckelkorn, Jörg 0:1
5 6 Lauche, Christoph - 7 Böcker, Jürgen ½:½
6 7 Jost, Udo - 1001 Hibbeln, Christian ½:½
7 8 Schulz-Runge, Michael - 9 Abramowski, Jörg 0:1
8 1001 Potyrala, Lukasz-Rafal - 10 Kyas, Jens-Stefan 0:1
   

Spielzeiten  

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