Unsere Nachrichten

5. Runde Verbandsklasse Grp. 3 2016/17

SWOB I erklimmt vorerst die Tabellenspitze
 
Im vorgezogenen Spiel der Verbandsklasse konnten die Schwarz-Weißen einen Punkt aus Bochum entführen und erobern damit zumindest vorerst den Spitzenplatz der Tabelle. Gegen die nominell teils deutlich überlegenen Spieler des Verbandsligaabsteigers erzielten die Oberhausener mit einem 4:4 einen Achtungserfolg und bleiben weiter ungeschlagen.
 
Dabei erwischten die Oberhausener einen guten Start. Bereits nach etwas weniger als zwei Stunden überzeugte Jochen Matthies (7) seinen Gegner davon, die Waffen zu strecken. In einer ruhigen Eröffnungsvariante wollte dieser die Füße nicht mehr stillhalten und beging einen entscheidenden Fehler, den Matthies eiskalt ausnutzte.

Kurz darauf schlossen sowohl Pascal Pütter an Brett 1 also auch Holger Heimsoth am zweiten Brett mit ihren Gegnern Frieden. Beide waren mit den aus der Eröffnung heraus erreichten Stellungen nicht zufrieden und schlugen das Unentschieden vor, welches ihre Gegner nach kurzem Abwägen trotz des Mannschaftsrückstandes akzeptierten.

Einen gebrauchten Tag erwischte in diesem Kampf Ersatzspieler Reinhard Gebauer (8). Das Spitzenbrett der zweiten Mannschaft spielte sich in eine positionell sehr unangenehme Stellung. Statt jedoch, wie von ihm gewohnt, zu kneten bis sich etwas ergibt, hielt er dem Druck nicht stand, verlor zwei Bauern und musste schließlich die Niederlage akzeptieren.

Beim Stande von 2:2 folgte nun alles Schlag auf Schlag. Nachdem Jürgen Böcker (5) sich einen großen Zeitvorteil erarbeiten konnte, stellungsmäßig aber keinerlei Vorteil erreichte, erhielt er ein Remisangebot. Zeitgleich bot sein Nebenmann, Christian Hibbeln (Foto), am sechsten Brett in einer Stellung mit möglichem Dauerschach, ebenfalls ein Remis an. Die beiden Partien an den Brettern 3 und 4 waren zu diesem Zeitpunkt noch im Eröffnungsstadium. Während Joachim Schwerdtfeger mutig einen Bauern für Druckspiel opferte, nahm der Gegner von Jörg Kuckelkorn sein Danaergeschenk nicht an. In zwei spannenden, aber für beide Seiten riskanten Stellungen, einigte man sich an den vier verbliebenen Brettern auf die Punkteteilung und somit zum friedlichen 4:4.
 
Mit 8:2 Punkten verabschiedet sich die Erstvertretung der Oberhausener damit aus der ersten Saisonhälfte ungeschlagen und als Tabellenführer. Im neuen Jahr empfängt man die Ligafavoriten der SG Mengede, mit denen noch eine Rechnung offensteht. Vor 2 Jahren besiegelten diese den Verbandsklasse-Abstieg der Schwarz-Weißen. So ist ein heißer Kampf bereits vorprogrammiert, denn dass Wertungszahlen nur sekundär sind, haben die Oberhausener in dieser Spielzeit bereits mehr als ein Mal unter Beweis gestellt.

 

Br.Rangnr.SG Höntrop I-Rangnr.SWOB I4:4
1 1 Oberbarnscheidt, Ludger - 1 Pütter, Pascal ½:½
2 2 Rostek, Jörg - 3 Heimsoth, Sven-Holger ½:½
3 3 Drzasga, Michael - 4 Schwerdtfeger, Joachim ½:½
4 4 Artz, Klaus - 5 Kuckelkorn, Jörg ½:½
5 5 Koch, Burkhard - 6 Böcker, Jürgen ½:½
6 6 Jedner, Volker - 8 Hibbeln, Christian ½:½
7 7 Barth, Hans-Joachim - 1001 Matthies, Jochen 0:1
8 8 Geistmeier, Frank - 9 Gebauer, Reinhard 1:0
4.Runde Bezirksliga Saison 2016/17

SWO III verteidigt Tabellenführung

In einem packenden Lokalduell zwischen dem Tabellenersten SWO III und dem Tabellenzweiten OSV IV setzte sich der Tabellenführer durch und gewann das Derby verdient mit 5:3.

Den ersten vollen Punkt erzielte nach nicht einmal einer Stunde an Brett 2 Markus Hufnagel gegen Rudi Cordsen. Dieser hatte einen Läufer so unglücklich positioniert, dass er durch ein taktisches Manöver verloren ging und damit auch die Partie beendete. Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Am Spitzenbrett war Sven Heintze gesundheitlich leicht angeschlagen in die Partie gegangen und stellte prompt gegen Klaus-Peter Fuchs bereits in der Eröffnung eine Figur ein. Nachdem er auch die Unterentwicklung seines Gegners nicht ausnutzen konnte, gab er die Partie auf.

Nur fünf Minuten später brachte Jens-Stefan Kyas (3) die Schwarz-Weißen wieder in Führung. In einer druckvoll gespielten Partie opferte er gegen Hans Koch eine Figur und drohte undeckbar Matt. Das wollte sich sein Gegenüber nicht mehr zeigen lassen und lieferte den vollen Punkt bei Kyas ab. Kurz vor Ende dieser Partie bot der Gegner von Stefan Lobbenmeier (6/Foto) ein Remis an, welches dieser ablehnte. Vielleicht war es die Irritation über die verlorene Partie an Brett 3, die im Anschluss Dominik Pickardt veranlasste eine Figur einzustellen. Als ihm dann zwei Züge später dasselbe Missgeschick noch einmal passierte, gab auch er den vollen Punkt zur beruhigenden 3:1 Führung für Schwarz-Weiß Oberhausen ab.

Doch der OSV kämpfte. Bernd Limberg (8) hatte gegen Jürgen Wawrzyniak eine gedrückte Stellung erreicht, in der er sich gegen einen weit vorgerückten und gedeckten Freibauern verteidigen musste. Als es Wawrzyniak nicht gelang diese Position zu verstärken, einigte man sich auf ein gerechtes Remis. Kurios ging es an Brett 7 zu. Zunächst wurde Miguel Zimmer sen. von Alfred Klesse ein Remis angeboten, was dieser ablehnte, obwohl es den Kampf für SWO unverlierbar gemacht hätte. Als wenig später die Damen getauscht wurden, lehnte Klesse das Remisangebot von Zimmer ab, da er eine Möglichkeit erkannte, die Partie im Endspiel zu gewinnen. Doch Zimmer konnte das Eindringen des gegnerischen Königs in seine Stellung unterbinden und nahm diesmal das erneute Remisangebot seines Gegners an.

Kurz vor der Zeitkontrolle erzielte der OSV erneut den Anschlusspunkt. Peter Holdsch (4) hatte sich gegen den OSV Top-Scorer Uwe Rippke bereits eine starke Angriffsstellung erarbeitet und öffnete mit einem Bauernopfer die Stellung. Doch Rippke verteidigte sich umsichtig und setzte zum Konter an. Holdsch hatte große Schwierigkeiten von Angriff auf Verteidigung umzustellen, büßte dabei zunächst einen Turm und wenig später auch die Partie ein.

Beim Stand von 4:3 aus Schwarz-Weißer Sicht musste erneut die letzte Partie des Tages über den Ausgang des Derbys entschieden. Hier hatte es Robert Klein (5) mit dem amtierenden Jugendstadtmeister Niclas Kohl zu tun. Kohl leistete sich bereits in der Eröffnung kleinere Ungenauigkeiten, die ihn einen Bauern kosteten. Doch in einer Stellung mit blockierten und isolierten Doppelbauern muss dieses nichts bedeuten. Als später Klein unachtsam die Chance auf einen schnellen Sieg vergab, hätte Kohl problemlos ausgleichen können. Stattdessen wickelte er in ein Springerendspiel ab, dass ihn zunächst zwei Bauern kostete. Seine Mehrbauern nutzte Klein zur doppelten Damenumwandlung, umkurvte letzte Remisversuche seitens Kohl durch Patt und setzte nach etwas mehr als vier Stunden Gesamtspielzeit zum 5:3 Endstand matt.

Mit diesem Sieg zeigte sich erneut die Dominanz von Schwarz-Weiß Oberhausen in der Bezirksliga. Wenn es die Mannschaft schafft die Konzentration oben zu halten, so sollte am Ende der Saison erneut der 1.Platz in der Bezirksliga sicher sein.

Br.Rangnr.SWOB III-Rangnr.OSV IV5:3
1 17 Heintze, Sven - 25 Fuchs, Klaus-Peter 0:1
2 18 Hufnagel, Markus - 26 Cordsen, Rudolf 1:0
3 19 Kyas, Jens-Stefan - 27 Koch, Hans-Georg 1:0
4 20 Holdsch, Peter-Michael - 28 Rippke, Uwe 0:1
5 21 Klein, Robert - 29 Kohl, Niclas 1:0
6 22 Lobbenmeier, Stefan - 30 Pickardt, Dominik 1:0
7 24 Zimmer, Javier Miguel - 31 Klesse, Alfred ½:½
8 28 Limberg, Bernhard - 32 Wawrzyniak, Hans-Jürgen ½:½
4.Runde Bezirksoberliga 2016/17

SWO II erreicht sicheres Mittelfeld

Mit einem unerwarteten 5½:2½ Erfolg gegen den bisherigen Tabellenzweiten und Verbandsklasse-Absteiger SG Gladbeck II verabschiedete sich die zweite Mannschaft von Schwarz-Weiß Oberhausen mit einem doppelten Punktgewinn in die kleine Winterpause.

Lange Zeit deutete nichts auf diesen klaren Sieg hin. Im Gegenteil: Thomas Hellman geriet an Brett 2 bereits früh unter Druck, verlor erst das Rochaderecht und anschließend einen Bauern. Durch geschicktes Abtauschen konnte Hellmann sich allerdings in ein Turmendspiel retten. Und die sind ja bekanntlich immer Remis. Auch mit einem Minusbauer! Knappe 3 Stunden sollte es dann dauern, bis der erste Sieger feststand. Ersatzspieler Markus Hufnagel (8) hatte für seinen Minusbauern genügend Kompensation und eine langanhaltende Initiative erhalten. In schwieriger Verteidigungsstellung, bei schwindendem Zeitvorrat, griff der Gegner schließlich mehrfach fehl und Hufnagel verwandelte das Endspiel mit einem ganzen Turm mehr souverän zum vollen Punkt und der ersten 1½:½ Führung für die Gäste aus Oberhausen. Nur 10 Minuten später erhöhte Damian Palenta (6/Foto) auf 2½:½.  Seine bis dahin gute Stellung krönte er mit einem Qualitätsopfer gegen die gegnerische Königsstellung und einem anschließenden fulminanten Mattangriff.

Mit dieser beruhigenden 2½:½ Führung im Rücken bot nun Marcus Schulz (3) seinem 160 Wertungspunkte stärkeren Gegner, in besserer Position, eine Punkteteilung an. Lehnte dieser das Remis aufgrund der Gästeführung zunächst noch ab, bot er nur kurze Zeit später selbst Remis an, als Schulz sich anschickte die Stellung zu seinen Gunsten öffnen zu wollen. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle nach 4 Stunden Gesamtspielzeit der nächste volle Punkt für die Oberhausener. Thomas Plückelmann (4) erwehrte sich erfolgreich aller Angriffsversuche seines Gegners und gewann dabei langsam aber sicher die Oberhand. Mit einer Qualität mehr ließ Plückelmann nichts mehr anbrennen und fuhr die Partie sicher "nach Hause".

In der Zwischenzeit hatte sich Robin Nierhaus an Brett 7 bereits ein Endspiel mit zwei Mehrbauern erarbeitet. Nachdem er noch einige Dauerschachversuche des Gegners erfolgreich abwehrte, verwandelte er seinen Materialvorteil technisch sicher zur fast unheimlichen 5:1 Führung des Außenseiters. Da der Kampf nun für die Gladbecker verloren war, erlahmte auch der Ehrgeiz von Walter Klamets (5) Gegner. Klamet stand lange Zeit sehr gedrückt, verteidigte sich aber sehr genau und wurde nach mehr als 4 Stunden mit einem verdienten Remis belohnt. Nur noch Ergebniskosmetik zum 5½:2½ Endstand bedeutete die Niederlage von Reinhard Gebauer am Spitzenbrett. In einem scheinbar ausgeglichenen Springer/Läufer Endspiel besaß der Gegner die stärkeren Ressourcen und drängte Gebauer immer weiter zurück. Zwei Bauernverluste konnte Gebauer in der Folge nicht mehr kompensieren und gab das Endspiel schließlich als einzige Oberhausener Niederlage des Tages auf.

In der 5. Runde empfangen die Schwarz-Weißen am 15.01. mit SV Bottrop 21 II den anderen Absteiger aus der Verbandsklasse. Überraschend hat auch dieses Team sich bereits zwei Niederlagen geleistet und sollte eine machbare Aufgabe für die Spieler um Mannschaftsführer Michael Holl sein.

 

Br.Rangnr.SG Gladbeck II-Rangnr.SWOB II2½:5½
1 9 Wenzel, Martin - 9 Gebauer, Reinhard 1:0
2 10 Huttny, Georg - 10 Hellmann, Thomas ½:½
3 11 Kruse, Peter - 12 Schulz, Marcus ½:½
4 13 Busch, Udo - 13 Plückelmann, Thomas 0:1
5 14 Wendt, Peter - 14 Klamet, Walter ½:½
6 15 Häselhoff, Christian - 15 Palenta, Damian 0:1
7 2001 Przygodda, Oskar - 16 Nierhaus, Robin 0:1
8 17 Plomann, Michael - 18 Hufnagel, Markus 0:1
4. Runde Bezirksklasse 2016/17

Schwarz-Weiß IV siegreich im Lokalvergleich

Im Lokalduell zwischen SWO IV und OSV V hatten die Schwarz-Weißen das Quäntchen Glück mehr und siegten etwas unerwartet mit 5:3.

Nach etwa 45 Minuten war bereits erfreuliches zu melden. Larissa Barutta (Foto links) legte an Brett 6 wieder einmal los wie die Feuerwehr und ließ ihrem Gegenüber Harald Meyer keine Chance. Recht früh eroberte sie zwei Bauern, die sie anschließend wunderschön zum Sieg ummünzte. Leider dauerte die Führung nicht lange an, denn nach etwa einer Stunde konnte der OSV ausgleichen. Anastasios Killus findet derzeit nicht zu seiner Form, verlor am Spitzenbrett gegen Gerd Arlt bereits in der Eröffnung Bauer und Figur und gab wenig später seine Partie auf. Es sollte dann bis zur 90. Minute dauern, ehe weitere Partien entschieden wurden. Als erster musste Rudi Maifeld (4) gegen Klaus Füllhas sich mit Remis zufriedengeben, hatte er doch zunächst einen starken Angriff vorgetragen, den jedoch sein Gegner übersichtlich abwehrte, so dass man sich letztendlich doch friedlich trennte. Mannschaftsführer Jürgen Schmidt (2) spielte eine unaufgeregte Partie und einigte sich mit Marcel Lohse ebenfalls auf Remis. Als nächster sicherte sich Martin Herzog (3) gegen Jens Nover einen halben Punkt. In einer für Nover aussichtsreichen Stellung bot dieser Herzog ein Remis an, dass jener nicht ausschlagen konnte. Und nach fast zwei Stunden Spielzeit, beim Zwischenstand von 2,5:2,5, drehten die Schwarz-Weißen Spieler nun auf. Im Duell der Senioren an Brett 7 wusste der älteste Spieler von Schwarz-Weiß Oberhausen, der 85-jährige Hans Schneider (Foto rechts), sich gegen den „Jungspund“ Gotthard Stieglitz (78) durchzusetzen. Er gewann zunächst zwei Bauern, von denen er einen zur Dame umwandeln konnte, und wenig später auch die Partie. Als dann Philipp Horwat (5) sich des Druckspiels seines Gegenübers Norbert Bombach entledigen konnte und sich mit ihm auf Remis einigte, war der Kampf für SWO nicht mehr zu verlieren. So musste der Kampf an Brett 8 entschieden werden. Hier kämpften Josef Wilms (SWO) und Harald Rolle (OSV) um den Ausgang des Lokalduells. In einem wechselseitigen Spiel, bei dem beide Seiten öfter mal nicht den gewinnbringenden Zug fanden, hatte Wilms am Ende das Quäntchen Glück auf seiner Seite und erlöste die umstehenden Kiebitze nach 2:45 mit seinem Sieg zum 5:3 Endstand.

Mit diesem Sieg erklomm SWO IV den zweiten Tabellenplatz in der Bezirksklasse und muss im letzten Spiel des Jahres zum Tabellenvorletzten Gladbeck III. Das wird trotz der Tabellensituation kein leichter Ausflug, denn die Gladbecker hatten dem Tabellenersten GE-Horst bereits beide Punkte wegnehmen können, und sind daher unberechenbar.

Br.Rangnr.SWOB IV-Rangnr.OSV V5:3
1 25 Killus, Anastasios - 33 Arlt, Gerd 0:1
2 26 Schmidt, Jürgen - 34 Lohse, Marcel ½:½
3 27 Herzog, Martin - 35 Nover, Jens ½:½
4 29 Maifeld, Rudolf - 36 Füllhas, Klaus ½:½
5 30 Horwat, Philipp - 37 Bombach, Norbert ½:½
6 32 Barutta, Larissa - 38 Meyer, Harald 1:0
7 4002 Schneider, Hans - 39 Stieglitz, Gotthard 1:0
8 4003 Wilms, Josef - 40 Rolle, Harald 1:0
4.Runde Verbandsklasse Grp. 3 2016/17

Schwarz-Weiß I bleibt auf Kurs

In einem spannenden Kampf mit vielen Höhen und Tiefen setzt sich Schwarz-Weiß I gegen die Schachfreunde aus Gelsenkirchen Horst mit 4,5 - 3,5 durch und macht den vor der Saison angepeilten Klassenerhalt bereits nach 4 Spielen fast perfekt. Durch eine starke Arbeitsleistung und das nötige Quäntchen Glück konnten die Oberhausener bereits den dritten Saisonsieg aus vier Spielen feiern und befinden sich nach wie vor auf dem geteilten Spitzenplatz der Verbandsklasse.
 
Als erster beendete Severin Matthes an Brett 6 seine Partie. Gegen seinen nominell überlegenen Gegner baute er eine aktive Stellung auf und bot früh Remis an, was sein Gegner dankend annahm. Nicht unweit danach schüttelten sowohl Pascal Pütter am Spitzenbrett als auch Joachim Schwerdtfeger (Foto) an Brett 3 mit ihren Gegnern friedlich die Hände. Beide waren nur behäbig aus der Eröffnung gekommen, konnten sich aber gut genug verteidigen, sodass ihre weißspielenden Gegner kein Durchkommen mehr sahen und den Friedensschluss abnickten.

Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem sicheren Sieg für die Oberhausener aus, denn bis auf Jörg Kuckelkorn (4), der bereits mit dem Rücken zur Wand stand, waren alle Partien mit großem Vorteil für die Schwarz-Weißen zu bewerten. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Jochen Matthies spielte gegen seinen jungen Gegner eine sichere Eröffnung und häufte kleine Positionsvorteile an, die schließlich in einem Bauerngewinn kulminierten. Doch zu spät bemerkte Matthies, dass der Bauer vergiftet war, und so hätte sein Gegenüber postwendend die Partie zu seinen Gunsten entscheiden können. Nachdem der Horster diesen Gewinn ausließ und gar die Punkteteilung anbot, kam das achte Brett der Oberhausener mit einem blauen Auge davon und willigte ein. Zwei Mehrbauern konnte sich derweil Jürgen Böcker an Brett 5 erarbeiten. Doch einige ungenaue Züge ließen seinen Gegner eine aktive Auffangstellung bauen, und letzten Endes blieb es dem Mannschaftssenior nicht vergönnt mehr als einen halben Punkt aus der Partie mitzunehmen.

Einen besonderen Stellenwert spielte der laufende Kampf für Neuzugang Christian Hibbeln (7). Lief er in der letzten Spielzeit noch für die Gelsenkirchener auf, fand er sich dieses Mal auf der anderen Seite des Brettes wieder. Wie die Feuerwehr legte er in der Eröffnung mit einem kreativen Bauernopfer los und erreichte ein Ausmaß von Figurenaktivität, dem sein Gegner nicht gewachsen war. Aber einen Schritt vor dem Ziel stolperte Hibbeln über eine letzte Falle, die ihn eine Figur verlieren ließ. Doch seine Stellung war bereits so überlegen, dass er mit zwei Bauern für die Qualität nach wie vor leicht im Vorteil war. Gegen die genaue Verteidigung seines Gegners gab es jedoch kein Durchkommen mehr, und so stellte Hibbeln nach knapp 4 Stunden die Gewinnversuche ein. Und das mit gutem Grund, denn in der Zwischenzeit war an den verbliebenen Brettern einiges passiert. Spitzenspieler Holger Heimsoth spielte gegen seine Gegnerin am zweiten Brett eine ihm gut bekannte Variante, und während seine Gegnerin Minute um Minute alles am Brett erarbeiten musste, hatte der Neu-Oberhausener bereits eine Stunde Bedenkzeit mehr auf der Uhr. Und so kam es, dass in Zeitnot der entscheidende Fehler der FIDE-Meisterin nicht lang auf sich warten ließ. Überzeugend und mit einer schönen Abschlusskombination brachte Heimsoth die Partie nach Hause und sorgte für den vierten Oberhausener Brettpunkt in diesem Kampf.
 
Das Gesamtergebnis des Kampfes hing also von der Partie von Jörg Kuckelkorn am vierten Brett ab. In der Eröffnung sah er sich überspielt, verlor einen Bauern und verbrauchte viel Bedenkzeit. Doch diese Zeit sollte sich auszahlen, denn von den vielen kleinen Fallstricken, die er dem Horster präsentierte, reichte letzten Endes einer aus, um die Partie zu kippen. So gelang es Kuckelkorn die gegnerische Dame für Turm und Figur zu gewinnen, und zugleich gar ein mögliches Dauerschach auf dem Brett zu haben. Für einen Moment zitterten die Oberhausener, als er, statt den mit dem Dauerschach verbundenen Mannschaftssieg einzutüten, noch auf Sieg spielte. Aber schließlich hatte er doch ein Erbarmen mit den Kiebitzen und machte den nächsten Mannschaftssieg perfekt.
 
Mit einer traumhaften Ausgangslage geht es in zwei Wochen zu den Gegnern aus Wattenscheid Höntrop. Mit bereits 7 Mannschaftspunkten und einem gewaltigen Vorsprung auf die Abstiegsränge können die Oberhausener entspannt auf die kommenden Aufgaben warten. Am ausgeschriebenen Saisonziel Klassenerhalt hat sich jedoch nach wie vor nichts geändert, aber wenn der Teamgeist der Truppe um Mannschaftsführer Pascal Pütter weiterhin intakt bleibt, ist alles möglich.

Br.Rangnr.SWOB I-Rangnr.GE Horst II4½:3½
1 1 Pütter, Pascal - 9 Patzer, Jörg ½:½
2 3 Heimsoth, Sven-Holger - 11 Weclawski, Dorota 1:0
3 4 Schwerdtfeger, Joachim - 12 Tobczewski, Peter ½:½
4 5 Kuckelkorn, Jörg - 13 Eckardt, Samuel ½:½
5 6 Böcker, Jürgen - 14 Renn, Thorsten ½:½
6 7 Matthes, Severin Johannes - 15 Konietzka, Bernd ½:½
7 8 Hibbeln, Christian - 16 Rebentisch, Tom ½:½
8 1001 Matthies, Jochen - 28 Karabügül, Okan ½:½
   

Spielzeiten  


jeden Freitag
19:00 - ???
jeder findet einen Partner
in seiner Spielstärke

Trainingszeiten:
in den Ferien nach Absprache !

jeden Freitag:
17:00 -19:00 für jedermann
Spielstärke: Fortgeschrittener
 
jeden Samstag:
10:00-12:00 für jedermann
Spielstärke: Anfänger

 

   

Termine  

So Sep 24 @14:00
SWOB IV spielfrei
So Okt 01 @14:00
SWOB I - SV Waltrop I
So Okt 08 @14:00
SD Osterfeld II - SWOB V
So Okt 15 @14:00
OSV IV - SWOB III
So Okt 15 @14:00
SWOB II - GE Horst III
Fr Okt 27 @19:45
4. Rd. Schnellschach-VM 2017
So Okt 29 @14:00
Wacker Bergeb. I - SWOB I
So Okt 29 @14:00
SWOB IV - GE Kö.Spr. II
So Nov 05 @14:00
SWOB V - Sterkrade Nord II
Sa Nov 11 @14:00
JVL Katernberg II - SWOB I
So Nov 19 @14:00
SWOB III - Bottrop 21 II
So Nov 19 @14:00
Herv. Dorsten II - SWOB II
   

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